Deutsche Bahn AG trennt sich von fast der Hälfte ihrer Vorstände

Mai 16, 2009 at 17:47 Hinterlasse einen Kommentar

In der Presse war in diesem Zusammenhang zu lesen, dass der neue Chef der Deutschen Bahn durch diese Maßnahme seine Person mit einem Neuanfang verknüpfen will. Doch der Abschied vom Personal Mehdorn heißt noch nicht Abschied vom System Mehdorn. Und dazu gehörte in Bezug auf die Mitarbeiter der Generalverdacht auf Korruption oder Geheimnisverrat. Grube muss nun seinen Angestellten wieder das vermitteln, was die Basis jedes erfolgreichen Unternehmens ist: dass sie Vertrauen und Wertschätzung verdienen. Denn sie sind es, die den Erfolg des Konzerns an jedem einzelnen Tag gewährleisten.

Wer dagegen diese Grunderkenntnis missachtet und die Angestellten wie potenzielle Feinde oder unmündige Befehlsempfänger behandelt, der wird seiner Firma nachhaltig schaden. Schlechtes Ansehen im eigenen Unternehmen verbreitet sich nämlich rasend schnell auch unter den Kunden. Aus miserablem Umgang mit den Beschäftigten resultiert nicht selten auch mieser Service gegenüber dem Kunden. Das ist eine zentrale Lehre aus der Ära Mehdorn.

Sein Nachfolger Rüdiger Grube hat nun die Aufgabe, das zerstörte Vertrauen mühsam wieder aufzubauen.

(Zusammenfassung des Leitartikels der Schwäbischen Zeitung vom 14.05.09)

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Große Zeiten sind immer Zeiten, in denen alles schief geht.

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